Kinderarbeit



Geschichte der Kinderarbeit

Bevölkerungsschichten machen deutlich:

Kinderarbeit nur bei Armut


Im Gegensatz zu Bodenständischen oder bürgerlichen Familien, deren Kinder mit dem intensiven Lernen mit Hilfe von zusätzlichen Hauslehrer ihre Zukunftschancen erheblich verbesserten, waren es gerade in den landwirtschaftlichen und handwerklichen Familien im 19. Jahrhundert notwendig, dass die Kinder mit arbeiteten.

So wurde Versucht durch zusätzliche Heimarbeit die Existenz der ganzen Familie zu sichern.

Kinder ab dem 4 Lebensjahr wurden meist schon als vollständige Arbeitskraft heran gezogen.

Die liebevolle und Familiäre Atmosphäre vergleichbar zu den bürgerlichen Familien konnte auf Grund dieser Situation gar nicht erst bei den Heimarbeitern zustande kommen.

Die durch die oftmals sehr schwere Arbeit geschwächten Kinder zu schonen, dachte man in dieser Lebenslage nicht.

Die Fabrik- und Landarbeiter versuchten die Trennung von Arbeit und Familie, schafften aber durch die tägliche Arbeitzeit von bis zu 14 Stunden in der Fabrik oder auf dem Feld, es nicht ein harmonisches Familienleben auf zu bauen.

Meist mussten die Kinder auf dem Land, bei der Heimarbeit und im Handwerk helfend bei dem Erwerb beitragen.

Oft wurden die Kinder dann auch zur Arbeit in die Fabrik geschickt, wo sie meist als ungelernte bzw. angelernte Arbeitskraft für geringen Lohn arbeiteten.

Dies wurde im Volksmund dann als “Kinderarbeit” bezeichnet.

So war den Arbeiter- Kindern nur eine sehr kurze Kindheitsphase gegeben.

Der Vorteil war, dass diese Kinder sehr schnell Selbständig waren, aber leider weniger gebildet.

Durch die Einführung der Schulpflicht wurde im 19. Jahrhundert entstand eine
Konkurrenzsituation zur Kinderarbeit, denn nun fehlten in den unteren
Bevölkerungsschichten die Kinder als mithelfender Broterwerb in den Familien.

In der Mehrheit dieser Schichten,
sah man es immer noch als wichtig an, die Zöglinge, die Eltern entlasten und mit zum
Lebensunterhalt der Familie beitragen.

Dadurch würden die Kinder auch
Gewissenhaftigkeit, Ausdauer, Pünktlichkeit und Fleiß für das spätere Leben lernen,
damit die Kinder rechtschaffene Menschen werden, die niemanden zur Last fielen.

Die Schule wurde in der Vielzahl
nur als “Disziplinierungsmittel des Staates” angesehen, denn alles
was die Kinder zum späteren Leben brauchen, können sie auch bei den Eltern und
im Handwerk lernen.

Die Vereinbarung der Arbeit mit
regelmäßigen Schulbesuchen wurde in der Mehrzahl für aus diesen Gründen
überflüssig, unnötig und unnütz gehalten.

So kam endlich 1839 das erste “Gesetz zur Beschränkung der Kinderarbeit”, welches vorschrieb, dass Kinder nur ab dem neunten Lebensjahr in einem Hütten-, Poch- oder Bergwerk oder in einer Fabrik regelmäßig arbeiten durften, wenn drei Jahre die Schule besucht worden war.

War dies nicht der Fall, mussten sogenannte Fabrikschulen für Kinder eingerichtet werden.

Jugendliche unter 16 durften bis zu zehn Stunden täglich arbeiten.


1853 wurde das Mindesteintrittsalter auf zwölf Jahre erhöht.

1878 konnte eine Gewerbeaufsicht eingeführt werden.

1901 galten Fabrikschulen nicht mehr als Ersatzschulen.

1903 wurde das Gesetz auf Familienbetriebe ausgeweitet.

1938 konnte Kinderarbeit für Kinder unter 14 und über 14, wenn noch volksschulpflichtig, verboten werden.

Nach und nach verlor Kinderarbeit an Bedeutung, allerdings ist es umstritten, ob tatsächlich die Kinderschutzgesetze den Ausschlag dazu gaben oder ob die allgemeine technische Entwicklung Kinderarbeit überflüssig machte.

Im 20. Jahrhundert setzte sich die Institution Schule als hauptsächlicher Lebensinhalt der Kindheit durch.


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