Heimarbeit Geschichtliches

Heimarbeit Geschichtliches in seinen Anfängen…

Heimat war in seinen Anfängen eine sehr schlecht bezahlte Arbeit

und nahm täglich 12 – 14 Stunden in Anspruch.

Meistens wurde sie von den Frauen mit Hilfe der Kinder durchgeführt.

Die Frauen und Kinder wurden auf das extremste Ausgebeutet und Kräfte mässig überfordert.

1911 wurde dann endlich mit dem ersten Heimarbeitsgesetz versucht der Ausbeutung entgegen zu wirken um die Heimarbeiter besser zu schützen und mit der Krankenversicherungspflicht ein Mindestmass an Absicherung durch zu setzen.

Die zu der Zeit am meisten verbreiteste Heimarbeit war: Waschen, Korbflechten, Spielzeug montieren, Bügeln und Nähen.

Ausser Haus als Brot zu Erwerb wurde oft mit, Putzen Zeitung und Brötchen austragen gearbeitet

Heimarbeit Naeherin

1882 arbeiten ca. 250.000 Menschen in Heimarbeit

1907 waren es schon um die 410.000 die gezwungen

waren sich ihren Unterhalt mit Heimarbeit zu verdienen

Im August 1903 schlossen sich die Heimarbeiter in

Crimmitschau dem Streik der Textilarbeiter an um eine Lohnerhöhung zu erreichen.

1904 wurde dann endlich im März das erste mal von Politikseite aus

mit einem Kongress über die Situation der Heimarbeiter in Deutschland diskutiert.

Auf dem 8. Verbandstag der Schneider, der vom 1 – 8. August 1904 stattfand,

wurde über den Abschluss eines Tarifvertrages und den Heimarbeiterschutz beraten.

Mit der ersten Heimarbeiter Ausstellung im Januar 1906, wurde erstmals öffentlich aufgezeigt wie erniedrigend und katastrophal die Lage der Heimarbeiter in Deutschland war.

Dies hatte zur Folge, dass der deutsche Staatssekretär für inneres, Arthur Graf von Posadowsky Wehner das Thema Heimarbeiter aufgriff und am 3.2.1906 im Reichshaushaltstag erklärte, dass von der Wirtschaft aus sehr grosser Widerstand besteht, die Heimarbeiter besser zu schützen.

Als Folge der Ausstellung über Heimarbeiter war es im März 1906 nun endlich soweit, denn Mitglieder aller bürgerlichen Parteien den ersten Antrag zum Schutz der Heimarbeiter ein.

Johann Giesbert veröffentlicht Anfang August 1907 die Ergebnisse einer Umfrage unter ca. 5000 Heimarbeiterinnen mit dem Ergebnis, dass eine ledige Frau mit 12 Stunden arbeit und Hilfe der Familie knapp 12 Mark wöchentlich verdient und allein nur 6 Mark.

Licht, Heizmaterial, Zutaten und Maschinennutzung (Nähmaschinen) werden davon noch abgezogen.

Nach Berlin wird nun 1908 im April in Frankfurt die zweite Heimarbeiterausstellung eröffnet, mit dem Ziel eine breitere Öffentlichkeit zu erreichen um das Elend und die Ausbeutung der Heimarbeiter auf zu zeigen.

heimarbeit mit der familier

Am 12 Februar 1910 wurde im Reichstag eine Gesetzesvorlage zum Schutz und zur Regelung der Heimarbeit eingebracht.

Im Dezember 1911 war es dann endlich soweit. Am 20.12 die Heimarbeit mit dem Hausarbeitsgesetzt eingehend geregelt.

1920 folgten dann die Regelung der Mindestlöhne und die Pflicht der Sozialversicherung für die Heimarbeiter.

1939 am 30. das erste Heimarbeitsgesetz, was am 14. März 1951 von dem deutschen Bundestag in Verbesserter Form verabschiedet wurde.

Am 20. Juni 1974 verabschiedet der Bundestag das Heimarbeitsänderungsgesetz.

Zukünftig müssen alle Tarife für die Heimarbeit die auch zu Büroarbeiten zählen und zu Hause verrichtet werden, an vergleichbare Tarifentgelte angepasst werden.

Zusätzlich sind die Kündigungsschutzfrist erweitert und der bezahlte Jahresurlaub verlängert worden und desweiteren sollen die Heimarbeiter besser und wirksamer vor einer willkürlichen verringerung der vom Auftraggeber zu verteilenden Arbeitsmenge geschützt werden.

Das neue Gesetz betraf sehr vielen Frauen, die durch die Heimarbeit Familie und Beruf versuchten unter einen Hut zu bringen.

Auf dem Arbeitsmarkt zeigte sich, dass sich der Trend weiter durchsetzt, indem immer mehr Frauen eine Teilzeitbeschäftigung suchen.


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